Es grenzt an ein Wunder: Eine sehr große Sammlung von Ölgemälden, Aquarellen und Radierungen des berühmten „Malers von Berlin , Otto Antoine (1865–1951), galt jahrzehntelang als vernichtet und war für die Fachwelt nicht existent. Die Bilder überlebten das Flammeninferno des Zweiten Weltkriegs nur, weil ein Handwerksgeselle vom Bodensee beim fluchtartigen Umzug des Malers nach Unteruhldingen am Bodensee half. Die ungerahmten Leinwände wurden auf dem Dachboden des Handwerksbetriebes eingelagert. Bis 1991 fristeten sie auf dem undichten Dachboden ihr Dasein.
Zum 75. Todestag des Malers am 14. Juli 2026 startet die spektakuläre Ausstellung „Verschollene Schätze – 1. Akt: Die Wiederentdeckung der 80 Jahre vergessenen Bilder des Impressionisten Otto Antoine, des Malers von Berlin . Die Ausstellung zeigt eine Gesamtschau von den frühen Aquarellen des 20-jährigen Malers bis zu seinen impressionistischen Gemälden aus seiner Berliner Zeit und den Motiven vom Bodensee nach dem Krieg.
Gezeigt werden neben einigen Berliner Motiven, für die Otto Antoine bekannt war, insbesondere viele Motive aus dem privaten Bereich und von seinen Reisen an die Nord- und Ostsee, in seine alte Heimat rund um Koblenz und bis in die Fränkische Schweiz (Pottenstein) und nach Italien. Weiterhin umfasst die so genannte Berlin-Bodensee-Sammlung historisch sehr wertvolle Darstellungen von Bauwerken in Berlin und Lübeck, die im Krieg zerstört wurden.
Das Besondere: Im diesjährigen 1. Akt werden die Bilder genauso gezeigt, wie sie auf dem Dachboden aufgefunden wurden – ungerahmt und in der Ausstellung nur gehalten von schlichten Posterleisten.
Veranstaltungsort: Atelierhaus Heiligenstadt, Hauptstraße 24, 91332 Heiligenstadt
Veranstalter: siehe Text
| Öffnungszeiten: | |
| Freitag: | 14:30 - 18:30 Uhr |
| Samstag: | 14:30 - 18:30 Uhr |
| Sonntag: | 14:30 - 18:30 Uhr |
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