DER MESSIAS

Oratorium in drei Teilen für Soli, Chor und Orchester

DER MESSIAS

DER MESSIAS
Oratorium in drei Teilen für Soli, Chor und Orchester
HW 56, Georg Friedrich Händel (1685 - 1759)


Solisten N.N.
Große Kantorei St. Johannis Forchheim
Vogtland Philharmonie Greiz-Reichenbach
Leitung: Stephanie Spörl


HÄNDEL schuf sein Oratorium „Der Messias“ im Jahre 1741, im 56. Jahre seines wechselvollen Künstlerlebens. Ein Jahr später kam es in Dublin, der Hauptstadt Irlands, zur ersten Aufführung. Der Erfolg war über die Maßen großartig. Die erste Aufführung in London, nicht etwa in einer Kirche, sondern im Covent Garden Konzerthaus, wurde im Jahr 1743 eher kühl aufgenommen. Nach Deutschland kam das Werk erst 1772, wurde dann aber auch hier (wie inzwischen in England) als Meisterwerk begrüßt. Heute ist es wohl weltweit das meistaufgeführte, beliebteste Werk des Chorrepertoires.

In 22 Tagen wurde die Partitur niedergeschrieben. Aus Berichten derer, die dem Komponisten damals nahe standen, erfahren wir, dass Händel das Werk in einer grenzenlosen Hochstimmung schuf, in Stunden, die fast einer Erdentrücktheit gleichkamen. „Ich glaubte den Himmel offen und den Schöpfer aller Dinge selbst zu sehen“, soll er tränenüberströmt ausgerufen haben, als er den zweiten Teil des Oratoriums mit dem Halleluja beendet hatte.

Der Librettist Charles Jennens (1700-1773) nannte sein Werk „Messias“ (von aramäisch „meschicha“ und hebräisch „hammaschiach“, der Gesalbte), nicht etwa griechisch „Christus“. Schon in diesem Titel zeigt sich die starke Beziehung auf Texte des alten Testaments. Im Mittelpunkt des Oratoriums steht die Aussage, dass Jesus die ‚messianischen Weissagungen’ des Alten Testaments erfüllt habe, also der erwartete ‚Messias’ sei. Vorgetragen werden kaum Berichte über Jesu Leben (nur in wenigen Secco-Rezitativen), gar keine Dialoge, sondern vorwiegend jene Prophezeiungen, und zwar durch Einzelstimmen (in Arien und Accompagnato-Rezitativen, die auch eher arios sind) sowie durch den Chor. Im Messias ist das Diktum, Händel erreiche mit geringsten Mitteln die großartigsten Wirkungen, wohl exemplarisch verwirklicht.

Offenbar hat Händel hier die bescheideneren Möglichkeiten, die in Dublin verglichen mit London bestanden, berücksichtigt: Es gibt keine Doppelchöre, nur selten treten Trompeten und Pauken zum Orchester (u.a. im Hallelujah und dem Schlusschor), eine einzige Arie weist ein obligates Soloinstrument (Trompete in The trumpet shall sound ) auf.

Dennoch ist die Musik farbig und abwechslungsreich mit einer Spannweite, die von pastoralen Stimmungen in der Hirtenmusik vor der Weihnachtsgeschichte oder dem Duett And he shall feed his flock über meditative Innigkeit (wie I know that my Redeemer liveth ), expressive Klage (die Passionsszene Behold and see und He was despised ) und überschwenglichen Jubel (wie im Hallelujah-Chor oder dem Solo mit Chor O thou that tellest good tidings to Zion ) bis zu opernhafter Dramatik (etwa in der Bass-Arie Why do the nations... ) reicht.

Außer ausdrucksvoller und doch eingängiger Melodik, prägnanter Motivik und kraftvoller Bewegung ist ein entscheidendes Ausdrucksmittel die Verwendung teils sehr einfacher, aber äußerst wirkungsvoller Kontraste, sowohl innerhalb von Einzelnummern, wie Hell-Dunkel/Dur-Moll in der Arie The people that walked in darkness oder dem kurzen Chor Like by man came death als auch in der Abfolge der Nummern, z.B. die Chöre Surely he hath borne our griefs , With his stripes we are healed und All we like sheep .




Kuratorium zur Förderung von Kunst und Kultur im Forchheimer Land e. V. in Kooperation
mit der Stadt Forchheim und der Kirchengemeinde St. Johannis Forchheim


Eintritte: 18,- Euro / 16,- Euro

PREISERMÄßIGUNGEN: Schüler, Studenten, Menschen mit Behinderung, Inhaber der Bayerischen Ehrenamtskarte und Mitglieder des Kuratoriums zur Förderung von Kunst und Kultur im Forchheimer Land e. V. Im Vorverkauf werden so viele Karten abgegeben, wie die jeweiligen Räumlichkeiten fassen können. Das Restkontingent wird an der Abendkasse zur Verfügung gestellt. Kartenrückgaben oder Rückerstattungen sind ausdrückliche ausgeschlossen!

PREISERMÄßIGUNG für Gesellschaften nur für Kartenvorbestellung:
ab 30 Personen 15 Prozent , ab 50 Personen 25 Prozent auf alle Platzkategorien


KARTENVORVERKAUF ab KW 22/2019

Bücherstube an der Martinskirche, 91301 Forchheim, Tel. 09191-14500
Lotto-Annahmestelle Kefferstein, Hornschuchallee 21, 91301 Forchheim, Tel. 09191-3515930
Pfarramt St. Johannis Forchheim, Zweibrückenstraße 38, 91301 Forchheim, Tel. 09191-727917

Foto: (c) Gisela Steinlein

Veranstaltungsort: Evang.-Luth. St. Johanniskirche, Zweibrückenstr. 40, 91301 Forchheim

Einlass: 17:00 Uhr

Kontakt: Kulturamt des Landkreises Forchheim, Tel. 09191-86 1045

Karten: 18,00 €, erm. 16,00 €, VVK: Kulturamt des Landkreises Forchheim, Tel. 09191-861045

Veranstalter: Kuratorium zur Förderung von Kunst und Kultur im Forchheimer Land e.V.

SA, 21. Dezember 2019

um 18:00 Uhr

Evang.-Luth. St. Johanniskirche Forchheim

Kulturamt des Landkreises Forchheim, Tel. 09191-86 1045

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